Das Piemont
Durch das Aostatal ins Piemont – Land am Fuße der Berge
Busstudienreise der Volkshochschule Aschaffenburg
Benannt ist das Piemont im Nordwesten Italiens nach seiner Lage am Fuße der Alpen. Die Busanreise über die Schweiz und das Aostatal macht diese landschaftliche Situation erlebbar. Die Savoyer, die Gebiete diesseits und jenseits der Berge beherrschten und die Pässe des Großen und Kleinen Sankt-Bernhard kontrollierten, verlagerten erst im 16. Jahrhundert ihre Hauptstadt von Chambéry nach Turin. Die Residenzen der Savoyer, die im 19. Jhd. zu Königen Italiens aufstiegen, wurden in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen. Das gilt auch für die „Sacri Monti“ (heilige Berge) der Lombardei und des Piemont, wozu auch der Sacro Monte die Crea gehört.
1. Tag: Aufbruch in die Schweiz
Abfahrt um 08.00 Uhr in Aschaffenburg Ludwigstr. 17 gegenüber ROB. Anreise über die Autobahn Frankfurt – Karlsruhe vorbei an Basel in die Schweiz. Über Bern und Fribourg geht es nach Bulle zur Zwischenübernachtung.
2. Tag: Saint-Maurice d’ Agaune und das Castello di Issogne
Seit dem 4. Jahrhundert galt Agaunum als der Ort, an dem der heilige Mauritius und seine Gefährten das Martyrium erlitten. Ein Kloster gründete sich früh am Grab der Thebäischen Legionäre. Ausgrabungen und der kostbare Klosterschatz machen die religiöse Bedeutung des Ortes anschaulich. Weiter geht die Reise über den Großen Sankt-Bernhard ins Aostatal. Die Burg von Issogne ist vor allem wegen der um 1500 entstandenen Fresken und des sogenannten Granatapfelbrunnens sehenswert. Weiterfahrt nach Bra und Hotelbezug.
3. Tag: Staffarda, Saluzzo und das Castello della Manta
Erstes Ziel ist das ehemalige Zisterzienserkloster Staffarda. Anschließend geht es nach Saluzzo. Das Städtchen vor der gewaltigen Kulisse des Monviso war Residenz eines Markgrafen und erlebte in der Renaissance eine Blütezeit. Kurz vor 1500 malte Hans Clemer das Polyptychon im Dom von Saluzzo aus Anlass der Aufnahme des Markgrafen in den Michaelsorden. Weitere Werke dieses Malers lassen sich in der Casa Cavassa bewundern. Das Kloster San Giovanni mit stimmungsvollem Kreuzgang machten die Markgrafen zu ihrer Grablege. Am Nachmittag steht die Besichtigung des Castello della Manta auf dem Programm. Den steilen Aufstieg zur Burg lohnen prächtig ausgemalte Innenräume. Der dargestellte Jungbrunnen erquickt zumindest das Auge.
4. Tag: Turiner Barock
In Turin bietet sich am Vormittag zunächst die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Gottesdienst. Die Besichtigung des Königspalastes gipfelt in der Besichtigung der Capella della Sindone, die vom Architekten Guarino Guarini zur Aufnahme des Turiner Grabtuches gestaltet wurde. Der Theatinerpater Guarini, der zudem Mathematiker und Philosoph war, schuf auch die der Residenz benachbarte Kirche San Lorenzo mit ihrer faszinierenden Geometrie. Die Auffahrt zur oberhalb Turins gelegenen Wallfahrtskirche Superga erlaubt einen wunderbaren Blick über die Stadt. Die Basilika selbst ist eine grandiose Schöpfung von Filippo Juvarra.
5. Tag: Der Sacro Monte di Crea und Asti
Auf dem heiligen Berg von Crea in den Hügeln des Monferrato soll einst der hl. Eusebius als Einsiedler gelebt haben. Seit dem 17. Jahrhundert verbindet ein Wallfahrtsweg 23 Kapellen miteinander, in denen meist Szenen aus dem Marienleben nach-gestellt sind. Die Provinzhauptstadt Asti ist berühmt für ihren süßen Schaumwein und seinen Palio. Die Trophäen dieses traditionsreichen Pferderennens zu Ehren des Stadtpatrons San Secondo werden in der gleichnamigen Stiftskirche aufbewahrt. Vom Benediktinerkloster Sant‘ Anastasio ist nur die romanische Krypta erhalten.
6. Tag: Das Jagdschloss Stupinigi , Fiat Werke und Renzo Pianos Kulturpalast
Das Jagdschloss Stupinigi gehört zu den von der UNESCO ausgezeichneten Residenzen der Savoyer. Einst konnte man zu Pferd oder mit der Kutsche auf schnurgerader Straße vom Palazzo Reale in Turin dorthin gelangen. Seinen einzigartigen Grundriss verdankt die Palazzina dem Architekten Filippo Juvarra. Vor den Toren Turins eröffnete 1923 das moderne Fiat-Werk mit einer Teststrecke auf dem Dach. Nach der endgültigen Schließung der Produktionsstätte wurde der Komplex nach Plänen von Renzo Piano bis 1989 zu einem Kultur- und Messezentrum umgebaut, in dem auch die Kunstsammlung des Ehepaares Agnelli untergebracht ist.
7. Tag: Zum Abschied Aosta
Heute führt die Fahrt durch das Aostatal zu der Stadt, die ihm den Namen gab. Die Bedeutung der römischen Augusta Praetoria Salassorum lässt sich heute noch an den erhaltenen Teilen der Stadtmauer und dem Augustusbogen ablesen. Besonders sehenswert ist die ehemalige Stiftskirche Sant‘ Orso mit ihrem romanischen Kreuzgang. Weiterfahrt über den Großen Sankt-Bernhard zur Zwischenübernachtung in Bulle südlich von Fribourg.
8. Tag: Heimreise
Rückfahrt durch die Schweiz und die Autobahn Basel – Karlsruhe nach Aschaffenburg. Rückkunft am Abend.
Leistungen:
- Fahrt im komfortablen Fernreisebus
- Kaffee und Kuchen auf der Anreise
- 4-Sterne-Hotel „D Bulle La Gruyère“ in Bulle (Schweiz)
- 2 x Übernachtung mit Halbpension (04.10. – 05.10.27 und 10.10. – 11.10.27)
- 4-Sterne „PHI Hotel Cavalieri di Xenia“ in Bra (Italien)
- 5 x Übernachtung mit Halbpension inkl. örtliche City-Taxe von Bra (05.10. – 10.10.27)
- alle Zimmer mit Bad oder Dusche, WC, Föhn, Flat-TV, Minibar, WLan
- Eintritte Abtei Saint-Maurice, Burg von Issogne, Abbazia di Staffarda, Museo Civico Cavassa,
Castello della Manta, Musei Reali, königliche Grabstätten und Kuppel, Cripta e Museo di Sant’Anastasio,
Palazzina di Caccia di Stupinigi, Fiat-Werk Lingotto, Stiftskirche und Kreuzgang Sant’Orso - Zahnradbahn zur Basilica di Superga und zurück
- Führungen Abtei Saint-Maurice und Castelle della Manta
- Reiseleitung durch Frau Dr. Peters während der gesamten Reise
- alle Rundfahrten gemäß Programm
Termin & Preise:
04.10. – 11.10.27 (Mo-Mo) – 8 Tage € 1.599,-
EZ-Zuschlag € 286,-
Anmeldungen nur bei Ehrlich Touristik möglich. Programmänderung vorbehalten. Gültiger Personalausweis erforderlich. Geldumtausch: Schweizer Franken
Mindestteilnehmerzahl: 30 Personen
Reisebegleitung und Reiseorganisation: Gabriele Bokr
Anmeldeschluss: 02.08.27 (spätere Anmeldungen auf Anfrage)
Im Reisepreis sind Eintritte und Führungen im Wert von € 220,- enthalten. Trinkgelder und evtl. zusätzliche Eintritte sind nicht im Reisepreis enthalten. Programmänderungen vorbehalten.
Zustiege:
Großheubach, Obernburg, Großwallstadt, Niedernberg, Aschaffenburg



